Zirkusprojekt begeistert mit Gemeinschaft, Kreativität und Mut

Forchheim – Anlässlich ihres 30-jährigen Bestehens verwandelte die Montessori-Volksschule Forch- heim das Gelände zwischen Spacebowling und Königsbad in eine bunte Zirkuswelt. Über 300 Kinder, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Schule und zahlreiche Eltern tauchten eine Woche lang in das Motto „Kannst Du nicht war gestern“ ein. Gemeinsam mit dem Team des Cirkus ZappZarap sowie zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern stellte die Schulfamilie ein einzigartiges Zir-kusprojekt für sich und alle Gäste auf die Beine. Die abschließenden Aufführungen der Kinder wurden zum vielbejubelten Finale.

Zirkuspädagoge Jeremy Johnson vom Cirkus ZappZarap zeigte sich beeindruckt: „Man sieht wirklich diese Montessori-Werte – die Kinder sind sehr unabhängig und trauen sich, ihre Meinungen zu sagen. Das freut uns immer sehr.“ Das Projekt stellte die Selbstständigkeit und Kreativität der Kinder ins Zent- rum: „Eigentlich ist unser Konzept, dass die Kinder ihre eigene Show vorbereiten und wir Pädagogen einen Schritt zurücktreten. Hier klappt das richtig gut“, berichtet Johnson.

Sehr engagiert und auch mutig probten die Grund- und Mittelschüler in jahrgangsgemischten Grup- pen über mehrere Tage. Jede und jeder brachte sich wahlweise als Akrobatin, Trapezkünstler, Clown, Feuerakrobat oder in einer anderen der vielfältig angebotenen Zirkus-Workshops ein. Hinter den Ku- lissen sorgten Elterninitiativen für Verpflegung und Betreuung, während die Kinder und Jugendlichen mit Freude an ihrer Show feilten. „Die Kinder haben richtig Spaß, alle sind mittendrin – das ist dasSchönste“, beschreibt Betreuerin Jessie Thomsen die besondere Stimmung.

Trotz Regen an den ersten 2 Tagen blieb die Motivation ungebrochen. Schulleiterin Fanni Rogler zeigt sich zuversichtlich: „Die Kinder sind großartig dabei. Sie haben dem Wetter getrotzt und sich von Tag zu Tag gesteigert.“ Ihr Wunsch an die jungen Artist*innen: „Dass sie merken, wie sehr man an Aufga- ben wachsen kann – und dass in ihnen viel mehr steckt, als sie oftmals glauben.“

Die Zirkuswoche, getragen vom Engagement der gesamten Schulgemeinschaft und des Montessori- Vereins und sehr gut unterstützt von mehreren Sponsoren, bewies das feste Fundament der Montes- sori-Pädagogik: Verantwortung, Vertrauen und echte Freude am gemeinsamen Tun. Rogler formuliert es so: „Wir sollten unseren Kindern einfach Raum und eine vorbereitete Umgebung geben, damit sie ihren ganz eigenen Weg entwickeln und beschreiten können.“

Mit diesem außergewöhnlichen Jubiläumsprojekt setzte die Montessori-Schule ein Zeichen für ge- lebte Vielfalt, Miteinander – und für den Mut, Neues zu wagen bei den Schüler*innen und Päda- gog*innen!

 

Zur Montessori Pädagogik

Die Montessori-Pädagogik, entwickelt von Dr. Maria Montessori, fördert individuelles Lernen und natürliche Neugier. Kinder lernen in einem vorbereiteten Umfeld, das Selbstständigkeit und Kreativität stärkt. Jahrgangsgemischte Klassen und praxisbezogene Schulbildung sind zentrale Elemente. Statt Noten erhalten die Schüler*innen umfassendes Feedback. Montes- sori-Lehrkräfte unterstützen als einfühlsame Beobachter und Helfer, was lebenslanges Ler- nen und wichtige soziale sowie emotionale Kompetenzen fördert.

Private Montessori-Volksschule Forchheim

Die Montessori Schule Forchheim ist eine private Grund- und Sekundarschule, die seit nun- mehr 30 Jahren besteht. Sie arbeitet bis zur 6. Jahrgangsstufe in jahrgangsgemischten Klas- sen und legt großen Wert auf Inklusion und individuelles Lernen. Mit rund 300 Schülerinnen und Schülern arbeiten die Kinder in einer liebevollen und unterstützenden Umgebung nach den Prinzipien von Maria Montessori. Die Schule orientiert sich am bayerischen Lehrplan und fördert Selbstständigkeit, Kreativität und soziale Kompetenzen.

 

Text: Cornelia Schanda, AK Öffentlichkeitsarbeit, Montessori-Schule

Foto (Sven Rödig): Montessori Schüler beim Abschlusslied nach einem erfolgreichen Auftritt, der das Publikum begeistert hat.